Priesterseminar "Maria - Mutter der Kiche" 

in Karaganda - Kasachstan 



Rektor: Jose Louis Mumbela
Präfekt für Disziplin:
Präfekt für die Studien:
 

Die Adresse:

Wostok 3
470077 Karaganda
Kasachstan
Tel./Fax: 3212 - 22 29 83
e-mail: seminaria_krg@nursat.kz

       Liebe Leser dieser Seite,

mit Freude stellen wir uns Ihnen vor. Unser Priesterseminar ist bislang das einzige in ganz Mittelasien. Seit nunmehr fünf Jahren besteht diese katholische Bildungs- und Lehranstalt in der Kohlenmetropole Zentralkasachstans.
Der historische "Geburtstag" unseres Hauses ist der 16. Juli 1998. Seine Exzellenz Jan Pawel Lenga, zu jener Zeit noch Apostolischer Administrator für ganz Kasachstan,  eröffnete diese Lehranstalt die unter dem besonderen mütterlichen Schutze der Seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche steht. Bereits vor diesem Termin wurde das Seminar unter Führung des polnischen Priesters Christof Marzinjac unter dem Titel "Redemptoris Mater" von 1997 bis 98 geleitet. Nach der offiziell kirchlichen Umbenennung des Priesterseminares in Maria  "Mutter der Kirche" wurde als Rektor  Pater Johannes Trei, als Präfekt für die Disziplin Pater Eugen Zinkovskij eingesetzt.

Schauen wir kurz zurück auf den geschichtlichen Hintergrund  vor Aufnahme des Seminarbetriebes.
Noch während der Verfolgungszeit der Kirche unter der Sowjetregierung haben die Priester die in Kasachstan ganzjährig oder zeitweise wirkten klar die Notwendigkeit erkannt neue Berufungen zum Priestertum heranzubilden. Einige unter ihnen haben in jener Zeit diesem Vorhaben besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Durch ihren  Eifer gingen zum Beispiel allein aus Karaganda während des kommunistischen Regimes mehr als zehn Priester und 26 Ordensschwestern hervor. Einer unter den aktiven Erziehern der Jugendlichen in diesem Punkte war der Pfarrer der Josefskirche in Karaganda-Maikuduk Pater Albinas Dumbliauskas (Wirkungsjahre in Kasachstan: 1961 bis 1991).
Nach dem Erlangen der Glaubensfreiheit im Jahre 1991 wurde die Frage nach der notwendigen Sorge um hervorgehende Priesterberufungen noch aktueller. Einleitende Bildungskurse mit einigen Jugendlichen führte der französische Priester Piere Demoulon . 1994 gründete dieser  in  Karaganda das Vorseminar zu Ehren der Gottesmutter Maria. Dieses hatte zum Ziel eine erste geistige und intellektuelle Vorbereitung zu geben für ein weiteres Studium im Großen Seminar, welches zu jener Zeit in Moskau bereits seine Funktion erfüllte.

Für das neue Seminar in Karaganda, das wie Angelo Kardinal Sodano bei seinem Besuch in Mai 2003 in unserem Hause sagte eine Brücke für die Evangelisation Chinas sein soll, wurde der Apostel Paulus und der Missionar Franz Xaver als Patrone gewählt.

Zu Beginn zeigte sich die Entfaltung des Seminares als nicht einfach. Es war notwendig sich großen Restaurationsarbeiten am Gebäude zu widmen. Das Haus diente früher als Kindergarten und stand vor dem Erwerb durch die Kirche fünf Jahre leer. Der zweite sehr wichtige Moment in der Geschichte der Lehranstalt war jener qualifizierte Lehrkörper zu finden. Zum Glück entstanden keine großen Schwierigkeiten für die allgemeinbildenden Fächer Professoren zu finden. Auf Einladung der Seminarleitung fanden sich ausgezeichnete Lehrkräfte aus der staatlichen Universität Karagandas (einer der ältesten Unis in der Republik).
Für die theologischen Lehrfächer mußten vornehmlich aus dem Ausland Professoren angefordert werden, die in sogenannten Blockunterrichten den Lehrstoff vermitteln. Auch Priester und Ordensschwestern mit akkademischen Titeln die in Kasachstan arbeiten leisten ihren Beitrag an der Ausbildung der Studenten.

Am 8. August 1999 fand in der Kirche Kasachstans eine Umstrukturierung statt. Es wurde die Diozöse Karaganda für den Osten des Landes errichtet, dazu drei Apostolische Administrationen: Astana im Norden, Almaty im Süden und im Westen Atirau. Die Ordinarien aller Regionen kamen überein, daß das Seminar "Maria ' Mutter der Kirche" auch weiterhin ungeachtet seines diozösanen Statuses einen allgemeinen Charakter für die gesamte Republik bewahren soll.

Seit dem 1. Januar 2001 fungieren die Priester Sigmund Kviechinskij als Rektor (bislang Pfarrer in Kokschetau), und Pater Laurentius Schamberger als Präfekt der Erziehung. Im Herbst 2001 trat Pater Athanasius Schneider ORC, der reiche Erfahrung in Südamerika gesammelt hatte, seinen Dienst als Spiritual und Präfekt der Wissenschaften an. Pater Viktor Lukanovskij ORC dient seit Herbst 2001 als Beichtvater dem Seminar ebenso P. Christof  Erdsik.

Derzeit studieren in unserem Hause 23 junge Männer. Die Gesamtaufenthaltszeit der Seminaristen in unserem Hause beträgt insgesamt acht Jahre. Der Lehrbetrieb ist in folgende Etappen gegliedert: ein Jahr Propädeutik (Vorseminar), zwei Jahre Philosophiestudium, vier Jahre Theologiestudium und ein Jahr Praktikum.

In den letzten drei Jahren gingen die Restaurationsarbeiten gut voran, so daß wir nun acht Hörsäle haben, ein neues Dach auf dem Gebäude und um das Gelände einen schönen Eisenzaun mit Toren. Auch ein neuer Haupteingang mit einem kleinen Türmlein wurde errichtet. Der mit Pflastern ausgelegte Platz vor der Eingangsfront sorgt für ausreichend Parkmöglichkeit. Ein Fußball- und Volleyballplatz dienen  uns zur Entspannung in der Freizeit. Das Seminar ist nach dem Projekt für insgesamt 80 Seminaristen geplant. Der Innenausbau ist so weit fortgeschritten, dass derzeit zwölf Zimmer komplett bereitstehen.

Zu einem erneuten Höhepunkt in der Geschichte unseres Priesterseminares  gehört der Besuch des Generalstaatssekretärs Angelo Kardinal Sodano am 18. Mai 2003 in unserem Hause.



Bedingungen für den Eintritt in das Priesterseminar:

In das Seminar werden männliche katholische Gläubige aufgenommmen die unverheiratet sind, ungeachtet ihrer Nationalität oder sozialen Stellung.

Nötige Dokumente für den Eintritt: Die Abiturienten sollen sich  vor dem Eintritt in das Seminar aktiv durch das Lesen der Heiligen Schrift und anderer religiöser Literatur vorbereiten.

Die Kandidaten für einen eventuellen Eintritt ins Seminar sollten sich bis Ende Mai anmelden. Diese werden dann zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen. Der Seminarbetrieb beginnt am 1. September jedes Jahr und endet am 31. Mai. Die angenommenen Kandidaten sollten ins Seminar mitbringen:
 


Wir hoffen Ihnen mit diesen Angaben über unser Priesterseminar gedient zu haben
und bitten alle Leser um ihr Gebet, aufdaß aus unserem Hause viele heilige Priester hervorgehen.

Maria - Mutter der Kirche  bitte für uns!

Heiliger Völkerapostel Paulus und Missionar Franz Xaver steht uns bei!